Wie Kinder mit dem Thema Tod und Verlust umgehen // Ein einfühlsames und trotzdem humorvolles Buch inkl. *VERLOSUNG*

(Anzeige, weil Verlosung und Buchrezension)

„Der andere Opa ist schon gestorben!“

Diesen oder ähnliche Sätze höre ich neuerdings öfter mal wieder von meinen 5 jährigen Zwillingsmädchen.

Das Thema Tod und Verlust beschäftigt die Beiden seit einiger Zeit plötzlich sehr.

Obwohl aktuell gar niemand in der näheren Verwandtschaft gestorben ist und sie auch noch nie auf einer Beerdigung waren.

Trotzdem wissen sie, dass es eine „große“ Sache zu sein scheint. Immer wieder fragen sie mich auch, ob man dann nochmal „wieder kommt“ wenn man Tod ist. Heute z.B. fragte mich meine Tochter, als wir so in Opas Garten im Gras lagen und in den blauen Himmel schauten:

„Mama, wie ist es denn da oben im Himmel so? Dort, wo der andere Opa schon so lange Zeit wohnt?“

„Tja Maus, das weiß ich auch nicht“, konnte ich ihr dann nur antworten. Und dazu gedacht habe ich mir dann ein „zum Glück“ auf der einen Seite aber auch ein „ich muss ihnen bald einmal die Wahrheit sagen, dass Tote nicht wirklich im Himmel sind“, auf der anderen Seite. Dieser Spagat zwischen der Wahrheit und dem Schutz der Kinder vor Schmerz ist sicher nicht immer einfach aber aus dem normalen Kreislauf des Lebens eine Art „Geheimnis“ oder Notlüge zu machen, ist sicherlich auf Dauer auch nicht der richtige Weg.

Wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt, bin ich mit den Mädels gerade bei meinen Eltern zu Besuch. Auch hier war das Thema die letzten Tage irgendwie allgegenwärtig. Sagt meine Maus zum Opa: „Ich hab so Angst, dass du mal stirbst, Opa!“

Wie Kinder mit dem Thema Verlust umgehen
Wie Kinder mit dem Thema Verlust umgehen

Anna Lott greift in ihrem Buch „eine Oma für Fridolina“ das Thema Verlust und auch Einsamkeit im Kinderalltag auf und behandelt es sehr einfühlsam und humorvoll. Das Buch gibt Hoffnung und verwandelt den Tod nicht in etwas Schlimmes, sondern in eine Chance für etwas Neues bzw. eine veränderte Sichtweise auf die Dinge.

Leider ist der Tod ja in vielen Familien ein Tabu-Thema, da es beispielweise den Erwachsenen noch zu sehr weh tut und sie sich daher selber nicht in der Lage sehen, mit den Kindern darüber zu sprechen. Das spüren natürlich auch die Kinder und haben dann immer ein etwas unbeschreibliches Gefühl zu dem Thema. Sie merken, dass da etwas nicht gut ist, verstehen aber vielleicht zuerst auch gar nicht warum das so ist. Ich kann Euch so viel versprechen, dass dieses Buch mit Sicherheit dazu beitragen wird, dass ihr nachher kein schlechtes Gefühl mehr im Bauch habt, sondern ein wohlig warmes und viele schöne Erinnerungen.

Eine Oma für Fridolina, Kinderbuch von Anna Lott
Eine Oma für Fridolina, Kinderbuch von Anna Lott

Ich habe mit der Autorin Anna Lott (danke für das Foto an den Arena Verlag)

Anna_Lott_copyright_Kathrin Truhart, Foto: Arena Verlag
Anna_Lott_copyright_Kathrin Truhart, Foto: Arena Verlag

selber gesprochen und sie auch gefragt, was sie motiviert hat, sich genau mit diesem Thema in einem Kinderbuch auseinanderzusetzen.

Interview mit Anna Lott

Warum haben Sie genau dieses Thema gewählt für ihr Buch?

„Als mir die Idee zu diesem Thema gekommen ist, passierten um mich herum einige Dinge zugleich. Zum einen wurde mir bewusst, dass meine Eltern immer älter werden. Zum anderen wurde jemand in meinem persönlichem Umfeld sterbenskrank. Das war letztendlich der Impuls für mich, mich intensiver mit dem Thema Tod zu beschäftigen.“

Gibt es persönliche Erfahrungen, weswegen Ihnen dieses Thema in Bezug auf Kinder so am Herzen liegt?

„Für mich war von Anfang an klar, dass es eine Geschichte für Kinder werden soll -humorvoll, spannend und im Kern wahrhaftig. Es gab eine Situation mit meinen Kindern, bei denen alle drei Aspekte „bedient“ wurden. Wir waren bei der Beerdigung eines entfernten Verwandten. Als dieser im Sarg in die Erde gelassen wurde, stellten sie viele Fragen: Was der Onkel denn nun isst, ob er Luft bekommt und wann er zum Skelett wird und ob wir ihn dann ausgraben dürfen. Die Mischung aus Komik und Tragik in der Situation machte mir klar: So soll das Buch werden. Einer traurigen Situation den Schrecken nehmen – Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.“

Empfinden Sie das Thema Tod als Tabu Thema bei der Kindererziehung in unserer Gesellschaft bzw. wird hier mit den (kleineren) Kindern zu „unehrlich“ umgegangen?

„Unbedingt. Ich erlebe es immer wieder, dass Erwachsene versuchen Kinder von diesem Thema fernzuhalten, indem sie sie beispielsweise nicht zu Beerdigungen mitnehmen oder zu Omas und Opas, die schwer krank sind. Dabei sind Krankheit und Tod Bestandteil des Lebens, genauso wie Geburten und Gesundheit und Freude. Kinder beobachten das alles, sie werten erst einmal nicht, sondern sehen die Dinge so wie sie sind und integrieren sie in ihren stetig größer werdenden persönlichen Kosmos. Wenn etwas nicht beim Namen benannt beziehungsweise vorenthalten oder tabuisiert wird, entsteht Angst und die im Grunde normalste Sache der Welt wird so zu einem nicht greifbaren Spukgespenst.“

Verraten Sie uns, ob sie als Kind noch Zeit mit ihren Omas verbringen durften?

„Zwei Opas und eine Oma von mir habe ich nie kennengelernt und die einzige Oma, die ich kannte, ist gestorben, als ich etwa sieben Jahre alt war. Da sie in Bayern lebte und ich in NRW, habe ich sie nur sehr selten gesehen und ich erinnere mich an nur wenige Dinge von ihr. Vor allem sind das Gerüche und die ganz eigene Oma-Atmosphäre in ihrem Haus. Sie war sehr religiös und in ihrem Haus hingen eine Menge Kreuze. Vor allem erinnere ich mich aber daran, dass sie ein Glasauge und ein Gebiss hatte. Diese legte sie jeden Abend vor dem Schlafen auf einer Anrichte ab und ich habe mich mit Freude davor gegruselt. Makaber, könnte man sagen. Ich behaupte: kindlich. Nein, menschlich.“

Was haben Sie selber von ihrer Oma geerbt?

„Eine schwierige Frage, da ich sie, wie gesagt, nicht oft gesehen habe. Es fällt mir eher eine Ähnlichkeit zu meinen Eltern auf, die schon sehr alt sind. Von meinem Vater habe ich beispielsweise meine Haar- und Hautfarbe geerbt und von meiner Mutter die schmalen Füße. Was materielle Dinge betrifft, so habe ich von meinen Großeltern nichts. Aber meine eigenen Kinder haben Dinge von mir, die schon sehr alt sind, zum Beispiel ein orangefarbenes Badetuch, das ich schon als Baby hatte und eine orangefarbene Badewanne. Manchmal denke ich, dass sie diese Dinge vielleicht auch dann noch haben, wenn ich nicht mehr lebendig bin.“ 

Danke an Anna Lott für dieses Interview und diese ganz privaten Einblicke.

Jetzt möchte ich euch aber über den Inhalt gar nicht mehr viel erzählen, damit euch noch die Spannung bleibt, das Buch selber zu lesen und Euch ein Bild zu machen.

Ich kann Euch nur so viel verraten, dass wir das Buch im Strandkorb heute schon 3 mal gelesen haben und seitdem immer wieder gucken, wer eigentlich von wem welche Muttermale geerbt haben und noch so viel mehr….

 

VERLOSUNG

Ich darf Euch nämlich 3 x 1 Exemplar des Buches verlosen.

Was müsst ihr tun, um in den Lostopf zu hüpfen?

  1. Erzählt mir doch bitte, für wen das Buch sein soll
  2. seid/werdet Fans meines Blogs hier (Anmeldung zum kostenlosen Newsletter auf meiner Startseite) und folgt mir auf Facebook https://www.facebook.com/MamablogMamaMichi/ sowie Instagram https://www.instagram.com/zwillingsmamamichi/

viel Erfolg eure Zwillingsmama Michi

Hier nun noch die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:

  • Das Gewinnspiel läuft bis Montag den 06.08.2018 23:59 Uhr.
    Unsere Glücksfee wird den/die Gewinner IN ziehen. Der/Die Gewinner IN  erklärt sich damit einverstanden, dass er/sie danach über seine hinterlegte E-Mail Adresse oder seinen Facebook Account informiert sowie im Blog auf der Gewinnerseite zu sehen sein wird.
    Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. Der Gewinn wird versendet und zu diesem Zweck wird die Adresse des Gewinners benötigt. Das Buch wird direkt vom Arena Verlag zugesendet. 
    Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9 Kommentare

  1. Hallo, das Buch würde ich gerne für unsere Tochter haben wollen. Diese spricht ganz oft von unserer Toten Oma Käthe. Sie malt Bilder und will ihr immer Geschenke machen. So richtig haben wir das Thema noch nie aufgenommen. Danke für die Möglichkeit

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Michi,
    du weißt ja selbst, dass mich das Thema sehr beschäftigt. Unter anderem weil hier immer wieder jemand geht, der mir und/oder unseren Kleinen am Herzen liegt, habe ich ja selbst angefangen, darüber zu schreiben – und freue mich über jedes weitere Kinderbuch, das den Eltern und ihren Kindern den Umgang mit dem Verlust erleichtert.
    Sehr gerne würden wir uns Anna Lotts Buch anschauen.
    Alles Liebe in die Heimat
    Sandra

    Gefällt 1 Person

  3. Ich danke sehr für die Vorstellung des Buches. Der Opa meines Sohnes ist leider vor drei Wochen verstorben. Um die Thematik anschaulich darzustellen zu können, wäre dieses Buch sehr hilfreich.
    Liebste Grüße.
    Jonas

    Gefällt 1 Person

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